Vom Willkommens-Flohmarkt bis zum Refugee-Lauftreff: Chemnitz hilft Flüchtlingen

In Einsiedel, einem Stadtteil von Chemnitz, wurden gerade mehrere Brandsätze auf das Gelände eines bewohnten Flüchtlingsheims geworfen. Doch auch in Chemnitz, wie überall in Deutschland, gibt es sehr viele Menschen, die sich für die Flüchtlinge einsetzen: vom Willkommens-Flohmarkt bis zum Refugee-Lauftreff – Chemnitz hilft Flüchtlingen.

Und zwar so:

  • Die Stadt Chemnitz hat eine besonders vorbildliche Information auf ihrer Website zusammengestellt. Unter „So können Sie helfen“ listet die Stadt mehr Initiativen auf, als ich bislang bei irgendeiner Kommune gesehen habe. Und dort finden Sie, wenn Sie helfen möchten, schon alles, was Sie brauchen: Initiative, Inhalte ihrer Arbeit und Link zur jeweiligen Website oder Facebook-Seite oder E-Mail-Adresse. Dazu Orte und Öffnungszeiten für Sachspenden und Bankverbindungen für Geldspenden.

Dennoch will ich einige der Initiativen hier kurz erwähnen.

  • Wie hilfsbereit und solidarisch die Menschen in Chemnitz tatsächlich sind, zeigt sich allein an den „Gefällt mir“-Angaben auf den Facebook-Seiten des Netzwerks für Integration und Zukunft e. V., der Hilfe für Flüchtlinge in Chemnitz und von Refugees Welcome Chemnitz Auf diesen Seiten werden Infoabende und andere Veranstaltungen angekündigt, Hilfs- und Spendenbedarfe gemeldet und sich generell vernetzt.
  • Die Freie Presse hat ein paar wichtige Informationen zur Hilfe für Flüchtlinge zusammengestellt, die durchaus lesenswert sind. Z. B. weist sie darauf hin, wie schnell man sich als „Fluchthelfer_in“ strafbar machen kann, wenn man nur auf dem Weg zu einer medizinischen Praxis mit einem Flüchtling die Kreisgrenze überschreitet, ohne dies vorher bei der Ausländerbehörde gemeldet zu haben.
  • Bei einem Willkommensfest gab es, so mopo24.de neben Hüpfburg und Popcorn einen Flohmarkt mit jeder Menge Spielzeug- und Kleiderspenden.
  • Die „TU-Buddys“ des United Campus Chemnitz e. V. begleitet Flüchtlinge, die gerne als Gasthörer_innen an der Technischen Universität (TU) an Vorlesungen teilnehmen möchten. Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es auf ihrer Facebookseite. Grundsätzliche Fragen zu Studienmöglichkeiten für Flüchtlinge beantwortet das Land Sachsen auf seiner Website.
  • Die Freifunker_innen in Chemnitz haben, laut ihrer Website, schon im Sommer 2015 den Flüchtlingen kostenloses W-Lan ermöglicht.
  • Der Fachbereich Psychologie der TU Chemnitz hat, laut Website, einen Stammtisch für Helfer_innen eingerichtet. Ende 2015 wurden auch mehrere Workshops bzw. Weiterbildungen zum Umgang mit Traumata und kritischen Situationen, aber auch zum frühzeitigen Erkennen der eigenen Grenzen angeboten.
  • Auch die Philosophische Fakultät ist sehr aktiv, wie Sie auf der Website goods4refugees.org nachlesen können.
  • Und nicht zuletzt gibt es eine Laufgruppe in Chemnitz, den Refugee-Lauftreff, einer Gruppe aus Einheimischen und Geflüchteten, die regelmäßig gemeinsam Sport machen. Sie verabreden sich über ihre Facebookseite.

Wenn Sie mehr wissen möchten, schauen Sie auch nochmal auf die Website der Stadt, wo noch weitere Initiativen genannt sind.

 

Möchten Sie diesen Beitrag teilen oder ausdrucken?
Translate »