„Nirgendwo ist hier“ – Fotoausstellung zum Thema Flucht und Asyl

Was bedeutet es, ein Flüchtling zu sein? Und wie kann Kunst einen ganz anderen Blick auf das Thema Flucht und Asyl zeigen? Die Ausstellung „Nirgendwo ist hier“ des Flüchtlingsrates NRW zeigt eindrucksvoll, wie eine künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema, mit den abstrakten Zahlen und den realen menschlichen Schicksalen aussehen kann.

„Was nimmt man mit, wenn man nicht weiß, wohin man geht? Wie richtet man sich ein, wenn man nicht weiß, wie lange man bleiben kann? Wie verständigt man sich, wenn man eine Sprache nicht spricht? Ist Duldungsstatus ein Begriff, der Mut machen kann, und wie wächst man auf, wenn man zur Volljährigkeit abgeschoben werden kann, in eine Heimat, die man nicht kennt?“

Diese Fragen, schreibt der Flüchtlingsrat NRW auf seiner Website, stellten sich die Studierenden und Dozierenden der ecosign/Akademie für Gestaltung aus Köln, der Fachhochschule Bielefeld und der Fachhochschule Dortmund. Daraus entstand die Ausstellung „Nirgendwo ist hier“ mit 112 Arbeiten von 11 Studierenden. Gefördert wurde das Projekt durch die Amadeu Antonio Stiftung.

Die entstandenen Werke sollten ursprünglich nur bis Mai 2015 in einer Wanderausstellung in NRW gezeigt werden. Doch aufgrund der großen Nachfrage werden die Bilder nun bis November gezeigt. Anschließend können Sie die Ausstellung auch in ihre Stadt holen. Das kostet Sie nur die Übernahme der Fahrtkosten für die Anlieferung und Abholung der Ausstellungsstücke. Wenden Sie sich bei Interesse bitte direkt an den Flüchtlingsrat NRW (E-Mail: info[at]frnrw.de).

Doch vielleicht ist dies ja auch eine Anregung für Sie, an Ihrem Wohnort eine ähnliche Ausstellung zu konzipieren, bei der vielleicht Flüchtlinge und Nicht-Flüchtlinge ihre Gedanken zu Flucht und Asyl bildlich auf Papier und andere Materialien bannen?

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