Medizinische Hilfe für Flüchtlinge & Infos zum Download

Kürzlich erzählte mir eine Helferin, dass sie mit einem sichtbar kranken Flüchtlingskind, das weder einen Schein vom Sozialamt, noch eine Gesundheitskarte hatte, in mehreren ärztlichen Praxen abgewiesen wurde. Sie wird nicht die Einzige sein, der es so geht. In Berlin gibt es z. B. für solche Fälle zwei Anlaufstellen.

In Berlin-Kreuzberg ist das Medibüro stationiert, das anonyme und kostenlose medizinischer Behandlung unabhängig von Aufenthaltsstatus vermittelt. Zu diesem Netzwerk gehören Ärzt_innen, Hebammen, Psycholog_innen und Krankengymnast_innen, die sämtlichst unentgeltlich helfen. Anfallende Kosten für Medikamente, Brillen, orthopädische Hilfsmittel, Labortests, bildgebende Verfahren usw. werden über Spendengelder finanziert. Für Geflüchtete sind diese Behandlungen also kostenlos.

In Berlin-Dahlem hilft die Organisation „Medizin hilft Flüchtlingen„, ein Zusammenschluss u. a. mehrerer Ärzt_innen verschiedener Fachrichtungen. Sie kümmern sich, u. a. in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Dahlem, ehrenamtlich um die medizinische Versorgung der seit 2014 in einer Turnhalle untergebrachten Flüchtlinge.

„Medizin hilft Flüchtlingen“ hat außerdem einige Standard-Informationen, wie z. B. zu Impfungen oder zum grünen Krankenschein für Flüchtlinge und für Ärzt_innen durch freiwillige Helfer_innen in verschiedene Sprachen übersetzen lassen und stellen sie hier kostenlos zum Download zur Verfügung.

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