Kinderarzt hilft ehrenamtlich in Erstaufnahmestelle

Sie sind nur wenige Tage dort – in dieser kurzen Zeit einen Arzttermin für die Flüchtlinge zu bekommen, ist jedoch oftmals unmöglich. Die ärztliche Versorgung in den Erstaufnahmestellen ist meist sehr dünn. Deshalb hat Kinderarzt Dr. Khalil Bajbouj aus Dortmund beschlossen, zu helfen.

Zweimal pro Woche, so ein WDR-Bericht, kümmert sich der Kinderarzt um jedesmal etwa 30 Patient_innen in der Dortmunder Erstaufnahmestelle in Hacheney. Der Leiter der Einrichtung wünscht sich, dass weitere Ärzt_innen helfen, damit jeden Tag jemand vor Ort ist, um die vielen Flüchtlinge medizinisch versorgen zu können.

An anderen Orten gibt es, wie ich schon berichtete, medizinische Hilfe (s. a. diese weiterführenden Links), die jedoch in der Regel in einer Praxis irgendwo in der Stadt geleistet wird – für die Flüchtlinge, die weder unsere Sprache sprechen, noch unser ÖPNV-System verstehen, eine oftmals unüberwindliche Hürde.

Manche müssen deshalb mit ihren gesundheitlichen Beschwerden warten, bis sie einer anderen Einrichtung für einen längeren Zeitraum zugewiesen werden. Für ein Kind, das, wie der kleine Junge im WDR-Beitrag, eine Krankheit mit extremem Juckreiz hat, muss dieses Warten eine schreckliche Qual sein. Umso schöner, dass diesem Kind zumindest geholfen werden konnte.

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