Kampfkunst für Flüchtlinge in Mönchengladbach

In Mönchengladbach ist die Situation wie in vielen anderen Städten – die Sammelunterkünfte für Geflüchtete gehen aus, und sie werden, statt dezentral u. a. in einem ehemaligen Aldi untergebracht. Um den Familien und Kindern ein wenig Abwechslung zu bieten, hat eine Kampfsportschule beschlossen, kostenlose Kurse für die Geflüchteten anzubieten.

Das Kampfkunstcenter JuDjuSu Jitsu Karate e. V. lässt Flüchtlingskinder kostenlos all das erlernen, was Kampfkunst bedeutet: sportliche Bewegung, Fairness und Respekt. Auch Erwachsene dürfen an den Kursen des Vereins teilnehmen, u. a. an JuDjuSu Jitsu Karate, Selbstverteidigung für Frauen, Aroha, Drums Alive, Qi Gong und Tai Chi Chuan. Außerdem gibt es Bewegungsangebote für Ältere, Faszien-Fitness und Mutter-Kind Bewegungsangebote.

Die Geflüchteten kommen entweder, wenn sie Fahrräder zur Verfügung haben, damit zum Sport oder sie werden von den Trainer_innen zu den Trainingsstätten gefahren. Einige Kurse finden auch direkt in oder vor den Flüchtlingsunterkünften statt, wenn die räumlichen Möglichkeiten es anbieten.

Der Verein möchte auch gerne Geflüchtete als Trainer_innen einsetzen – insbesondere, schreibt mir die Cheftrainerin des Vereins, Flüchtlinge aus Afghanistan, die bereits Kampfkunsterfahrung haben. Doch wie das gehen kann, ob über ein Praktikum oder sogar über eine Ausbildung, wird derzeit noch mit den zuständigen Behörden geklärt.

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