Hoyerswerda hilft mit Herz – ein Bündnis für Flüchtlinge

Dass man nicht klein beigeben muss, egal wie stark die Rechtsextremen im Ort sind, zeigt das schöne Beispiel „Hoyerswerda hilft mit Herz„. Die sächsische Kleinstadt wird vielen Menschen für immer aufgrund der Ausschreitungen im Jahr 1991 im Gedächtnis bleiben, als Hunderte Rechtsextremer und Anwohner_innen ein Flüchtlingsheim u. a. mit Molotow-Cocktails angriffen und die völlig überforderte Polizei sich nicht besser zu helfen wusste, als klein beizugeben und die Flüchtlinge aus der Stadt zu entfernen.

Doch die sächsische Kleinstadt will sich nicht über ihre Rechtsextremen definieren lassen. Verschiedene Gruppen haben sich deshalb zu dem Bündnis „Hoyerswerda hilft mit Herz“ zusammengeschlossen. Es ist (laut der Website) ein

„überparteiliches, überkonfessionelles, nichtkommerzielles Bündnis von Bürgern und Unternehmern aus Hoyerswerda, die sich der großen Herausforderung der gesetzeskonformen und menschenwürdigen Unterbringung, Betreuung und Unterstützung der zugewiesenen Asylsuchenden stellen und sich aktiv in diesen Prozeß einbringen wollen.“

In drei Gruppen kümmern sich die Aktiven um

„Alltagshilfen und Heimassistenz“
„Begegnung / Sport / Sprache / Kultur“
„Information / Öffentlichkeit / Aktion“

Zu letzterem Punkt gehört auch eine Facebookseite, die mit derzeit 351 Fans sicherlich noch mehr Unterstützung gebrauchen könnte, denn dort wird viel Öffentlichkeitsarbeit betrieben, sowohl über die Aktivitäten des Bündnisses als auch über die Schicksale der Flüchtlinge.

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