Deutschunterricht aus privater Initiative heraus & Lauftreff & Fußball

Es war nur ein ganz kleiner Schritt, wie die Saarbrücker Zeitung es beschreibt: ein junger Mann aus Eritrea ohne Deutschkenntnisse stand verzweifelt am Ticketautomaten am St. Ingberter Bahnhof. Eine Frau aus Deutschland half ihm und beschloss, es muss mehr getan werden. Seitdem geben sie und eine weitere Frau aus St. Ingbert den dort untergebrachten Flüchtlingen Deutschunterricht. Sie fingen mit einem Bilderwörterbuch an und sind mittlerweile nicht nur bei normalen Unterrichtsmaterialien angelangt. Sie haben bereits weitere Mitstreiter_innen gefunden, die demnächst einen zweiten Kurs anbieten wollen.

Laut Saarbrücker Zeitung haben die beiden tatkräftige Unterstützung durch den Oberbürgermeister erfahren, der ihnen für den Unterricht den kleinen Sitzungssaal im Rathaus bereitstellte und zusicherte, auch für Unterrichtsmaterialien zu sorgen.

Laut SZ haben sich auch die Sportvereine der Flüchtlinge angenommen. Lauftreffs haben sich etabliert, und Fußballtraining wurde initiiert. Das größte Problem war jedoch die Sportausstattung. Die Flüchtlinge waren laut Zeitung zwar noch in Badelatschen und Jeans schneller als die Läufer_innen des Lauftreffs, doch sammeln die nun Kleiderspenden für winterliche Sportkleidung für ihre neuen Team-Mitglieder.

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