Café International als Horizonterweiterung

Ein „Café International“ bringt Menschen zusammen: Geflüchtete und Anwohner_innen. Für die Geflüchteten ist das Café auch eine Möglichkeit, mal eine paar ganz entspannte Stunden zu verbringen. Was daraus sonst noch entstehen kann, zeigt eine Reportage über eine Kirchengemeinde in Winsen a. d. Luhe.

In der Reportage „… damit wir klug werden“ geht es darum, wie sich Kirchengemeinden verändert haben, u. a. wie eine Gemeinde in Winsen/Luhe Geflüchteten hilft, und was dies für beide Seiten bedeutet. Zu Beginn sollte das „Café International“ einfach nur ein Café sein, doch haben sich im Lauf der Zeit immer mehr Initiativen und Ideen daraus entwickelt. Kartenspielen statt „Panikattacken und Warte-Depressionen“, Deutschunterricht, gemeinnützige Arbeitsplätze, Schnupperpraktika, gemeinsames Kochen, Hilfe beim Möblieren von Containerzimmern, Hilfe bei Behörden- und ärztlichen Besuchen u. a.

Es sei eine Horizont-Erweiterung, sagt Pastor Markus Kalmbach von der St.Marienkirche in dem Film, denn „unser eigener Kirchturm ist nicht die ganze Welt.“ Er ist davon überzeugt, dass diese große Aufgabe und Herausforderung am Ende ein Segen sei. „Wir haben keine Mühe, Milliarden für Banken zu investieren, aber wenn es um Menschen geht, dann knausern wir.“ Er sieht die Gemeindearbeit stattdessen als eine Investition in die Zukunft.

Auch andere Helfer_innen sehen ihr Engagement positiv. „Es ist eine Win-win-Situation“, sagt Arno Neumann vom ADFC, der in der Fahrradwerkstatt hilft. „Den Flüchtlingen ist geholfen, und man selber geht irgendwie zufrieden nach Hause.“

Die Beiträge zu Winsen sind in dem Film ab Minute 00:00, dann wieder ab Minute 23:09, und schließlich ab Minute 37:58 zu sehen.

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