Vom Frauenfrühstück zum Spiele-Treff: Asyl-AK in Würzburg

Wie wenig sich in den letzten Jahren an der grundlegenden Situation der Flüchtlinge in Deutschland geändert hat, zeigt der Bericht einer im Asyl-Arbeitskreis (Asyl-AK) der Katholischen Hochschulgemeinde in Würzburg aktiven Studentin aus dem Jahr 2010 in der Zeitschrift „Heimfocus“. Dort beschreibt sie die Situation so:

„Der Alltag? Für die meisten essen, schlafen, die Zeit totschlagen, essen, schlafen….

Neben der langen Wartezeit auf eine Entscheidung im Asylverfahren, also der Ungewissheit, wie es überhaupt weitergeht, ist diese erzwungene Untätigkeit gerade für die vielen jungen Menschen dort die größte Belastung, die sie kaputt macht: Sinnlos und stupide herum sitzen, die (kostbare Lebens-) Zeit totschlagen, Monate, auch Jahre… “

Der Asyl-AK engagiert sich deshalb seit 30 Jahren für die Geflüchteten. Aktuell bietet er ihnen mehrere Treffpunktmöglichkeiten. Diese ermöglichen, schreibt mir ein Mitglied:

„persönlichen Austausch und sollen geflüchtete Menschen bei der Überwindung von Barrieren, die ihnen die Gesellschaft und die deutsche/ europäische Asyl-Gesetzgebung stellen, unterstützen.“

So gibt es jede Woche ein Frauenfrühstück, an dem auch nur weibliche Studierende teilnehmen dürfen, einen Spieletreff für Kinder und eine Teestube.

Darüber hinaus organisiert der Asyl-AK Patenschaften, bei denen Studierende mit zwei bis vier Kindern regelmäßig etwas unternehmen, und Deutschkurse in der Gemeinschaftsunterkunft. Und nicht zuletzt macht der Arbeitskreis mit seiner Gruppe „Mehr als 16a“ Öffentlichkeitsarbeit z. B. durch Veranstaltungen zum Thema Flucht und Asylpolitik.

Wer sich anderweitig in Würzburg engagieren will, findet hier im Blog einige Möglichkeiten und in dieser Broschüre (ab S. 13) Ansprechpartner_innen dafür.

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