Starthilfe für Flüchtlinge mit Unterstützung der Universität

Im Landkreis Eichstätt haben sich vor zwei Jahren Freiwillige zu der Initiative „tun.starthilfe für flüchtlinge“ zusammengetan. Das Außergewöhnliche daran ist, dass sie dabei Unterstützung der Universität Eichstätt erhalten.

tun.starthilfe unterstützt die Sozialarbeiter_innen vor Ort und gibt den neu angekommenen Flüchtlingen eine Starthilfe in den deutschen Alltag. Ihr Angebot beinhaltet u. a. kostenlose Deutschkurse in den Flüchtlingsunterkünften, Begleitung bei Behördengängen, bei Einkäufen und anderen Freizeitaktivitäten. Die Initiative betreibt außerdem Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Flüchtlinge.

Die Universität unterstützt die Initiative auf zwei Wegen: zum einen hat sie Mittel aus abgeschafften Studiengängen bereitgestellt, damit die Helfer_innen Fahrt- und Materialkosten davon bezahlen können. Zum anderen hat sie zum Wintersemester 2013/14, wie das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V. schreibt, Folgendes verfügt:

„Seit über einem Jahr können sich Studenten die Flüchtlingsarbeit als Praxismodul anrechnen lassen. In einer Ringvorlesung wird das komplexe Thema vertieft: Es geht um Asylrecht, Didaktik für Deutsch als Fremdsprache und die Rolle der Medien. Die katholische Universität Eichstätt ist Vorreiter dieses Konzepts, immer mehr Universitäten übernehmen es in den Lehrplan.“

Die Universität schrieb in einem Newsletter dazu:

„Das Modul ist offen für alle Interessierten und umfasst wahlweise Tätigkeiten in den Bereichen Unterricht, individuelle Betreuung, Öffentlichkeitsarbeit oder Organisation. Vorgesehen ist ein wöchentliches Treffen der Teilnehmer. Darüber hinaus findet alle zwei Wochen eine interdisziplinäre Vortragsreihe mit anschließender Diskussion statt.“

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