Schüler_innen als Sprachbotschafter_innen in Internationalen Schulklassen

Vielerorts landen Flüchtlingskinder, die kein Deutsch sprechen, an der Hauptschule, auch wenn sie einen wesentlich höheren Bildungsstand haben. Doch es gibt Alternativen. In Hannover kümmert sich die Internationale Schule um sie, und in Dortmund werden Internationale Klassen gebildet, in denen die nicht Deutsch sprechenden Kinder zusammen unterrichtet und auf ihr Lernniveau in der Schule gebracht werden. Wie das läuft, zeigt ein Pressebericht auf der Website eines der Gymnasien.

Eine große Hilfe für die Flüchtlingskinder können andere Schüler_innen sein, die als Sprachbotschafter_innen fungieren. Ein Schüler hat mir geschrieben:

„An unserer Schule, einem Gymnasium in Dortmund, gibt es seit geraumer Zeit zwei internationale Klassen, in denen Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, die aus verschiedensten Gründen nach Deutschland gekommen sind. Ein Großteil von ihnen sind Flüchtlinge.
Wir als Schüler der Oberstufe gehen in unseren Freistunden in diese Klassen, um den Schülern beim Deutschlernen zur Seite zu stehen. Dabei übersetzen wir – wenn möglich – mit unserer Muttersprache oder gelernten Sprachen, oder handeln auch komplett auf Deutsch.
Aber auch über den Unterricht hinaus versuchen wir eine Bindung zu den Schülern aufzubauen, sodass sie eine Bezugsperson haben, an die sie sich wenden können, wenn sie Probleme haben, oder auch einfach, wenn sie sich alleingelassen fühlen. Im Idealfall ergeben sich Freundschaften und auch die Freizeit wird gerne ein wenig geopfert, um mit den Schülern etwas zu unternehmen.“

Hier ist ein kurzer Bericht über eine andere Dortmunder Internationale Klasse und deren Sprachbotschafter_innen nachzulesen.

Eine schöne Idee, ein tolles Engagement der Jugendlichen, und ganz sicher sehr nachahmenswert – denn nur so haben Flüchtlingskinder eine Chance, ihrer Bildung und ihren Talenten gemäß auch hier in Deutschland gefördert zu werden.

 

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