Private Hilfe durch Sachspenden

Jemand schrieb hier auf der Seite einen Kommentar, den ich hier gern nochmal wiedergeben möchte:

Wir haben uns hier im Ort mit noch einer hilfsbereiten Familie zusammen getan und sind einfach zu den Flüchtlingen gegangen. Wir haben sie gefragt was sie brauchen könnten, eine Liste erstellt und an Freunde., Familie, Bekannte weitergegeben. Jeden Tag bekommen wir immer mehr Sachen die nun auch in den grossen Lagern verteilt werden. Die Hilfsbereitschaft ist riesengroß und die Dankbarkeit der armen Menschen mit nix zu bezahlen.

Der wichtige Satz hier ist: „Wir haben sie gefragt was sie brauchen könnten“ – gerade jetzt, wenn z. B. schon Weihnachtspäckchen für bedürftige Menschen gepackt werden. Denn ich habe schon mehrmals gehört, dass Sachspenden gerade in größeren Heimen gar nicht immer willkommen (bzw. nötig) sind, da sie z. B. genügend Kleider aus der Kleiderkammer bekommen, oder da (manchmal höchst unsinnig erscheinende) Vorschriften es nicht erlauben (z. B. die Deckenspende in Bayern).

Der beste Weg ist daher wohl, immer vorher zu klären, was wirklich benötigt wird und erlaubt ist, bevor man den Kleiderschrank, die Spielkisten und die Wohnung nach Brauchbarem durchforstet oder sich in große Ausgaben stürzt. Legen Sie bitte auch keine Spenden einfach vor dem Haus oder Heim ab. Die Heime haben ohnehin schon häufig zu wenig Personal für das Nötigste und würden Ihre Spenden möglicherweise einfach nur vom Wachpersonal entsorgen lassen, weil sie sich darum nicht auch noch kümmern können.

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