Mehrsprachige Gesundheitsinformationen für Flüchtlinge

Ob Impfschutz, HIV-Gefahr oder Verhütung – die Verständigung über diese Themen mit Flüchtlingen ist mangels Sprachkenntnissen oft schwierig. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt deshalb für Fachkräfte, Ehrenamtliche und Flüchtlinge zahlreiche, oft mehrsprachige Informationen zur Verfügung.

Wie erklärt man Flüchtlingen, deren Sprache man nicht kennt, was sie gegen die Kopfläuse tun können, die ihre Kinder aus der Schule mitbringen? Wie erklärt man, welche Bewandnis eine Impfung gegen Röteln hat? Und wie erklärt man, welche Möglichkeiten eine Frau hat, wenn sie nicht schwanger werden möchte?

In diesen und zahlreichen anderen Fällen können Broschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung helfen. Auf ihrer Website stellt sie für Fachkräfte auf Deutsch, aber auch in verschiedenen Sprachen für Migrant_innen und Geflüchtete Informationen bereit, die Sie entweder als gedruckte Broschüren bestellen oder als Datei herunterladen können.

Sie finden dort Informationen u. a. zu diesen Themen:

  • AIDS-Prävention,
  • Sexualität, Aufklärung, Familienplanung, unerfüllter Kinderwunsch,
  • Suchtprävention,
  • Impfungen, Infektionsschutz (z. B. bei Windpocken, Röteln, Grippe oder auch Kopfläusen),
  • Organspende, Transplantationen.

Auf der Website Zanzu finden Sie darüber hinaus in vielen verschiedenen Sprachen Informationen zur sexuellen Gesundheit. Ein Online-Wörterbuch kann einzelne medizinische Begriffe in die verschiedenen Sprachen übersetzen. Hier geht es um diese Themen:

  • Körper,
  • Familienplanung, Schwangerschaft, Geburt
  • Infektionen
  • Sexualität,
  • Beziehungen und Gefühle,
  • Rechte und Gesetze.

Dieses Portal ist halbwegs barrierefrei: die Informationen können in vergrößerter Schrift angezeigt oder auch als Audio-Version gehört werden. Das Wörterbuch kann die Begriffe in zahlreichen Sprachen vorsagen, sodass man gleich die richtige Aussprache hört. Eine Übersetzung in leichte Sprache und Gebärdensprache ist geplant.

1 Kommentar zu „Mehrsprachige Gesundheitsinformationen für Flüchtlinge

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