Freizeitangebote für Kinder & Workshops an Schulen

Krieg, Gewalt und Flucht trifft Kinder oft am stärksten. Im brandenburgischen Waßmannsdorf sind Flüchtlingskinder mit ihren Familien in einer alten Kaserne für DDR-Grenzsoldaten untergebracht, die bereits von Rechtsextremen attaktiert wurde, die außerdem, so die taz im Jahr 2011, eine „Bruchbude“ sei, und die direkt an einem Flughafen liegt, durch den täglich fast 20.000 Reisende hindurchgeschleust werden. Die Flüchtlingskinder stammen u. a. aus Afghanistan, Syrien, Tschetschenien, Kenia, Kamerun, Vietnam, Serbien, Tschad und Libyen.

Nach den rechtsextremen Anschlägen hat eine Gruppe von Studierenden und anderen Unterstützer_innen vor einem Jahr beschlossen, hier aktiv zu werden. Sie gründeten die Initiative „Farfalla“ (ital. für „Schmetterling“) und begannen, mit einem harten Kern von 10 Leuten und weiteren Helfer_innen, den Kindern den Alltag zu beleben. Auf ihrer Facebook-Seite beschreibt die Initiative ihre „Kinderaction“ so:

„Jeden Freitag von 14.30 bis 17.00 Uhr machen wir -Studierende, Sozialarbeiter_innen, Freund_innen und Sympathisant_innen – uns auf den Weg um mit den Kindern in der GU [Gemeinschaftsunterkunft; Anm. d. Red.] zu basteln, spielen, toben und zu musizieren.“

Gerade das Kinderprogramm liefe besonders gut, schreibt mir ein Mitglied. Darüber hinaus bieten sie Frauentreffs an und haben Bewegungs- und Freizeitangebote mit Anwohner_innen und Bewohner_innen der Gemeinschaftsunterkunft sowie Workshops an Schulen zum Thema Flucht, Migration und Asylverfahren im Programm. Gerade Letzteres scheint angesichts der oben erwähnten Anschläge von Rechtsextremen besonders wichtig zu sein.

Momentan profitieren etwa 40 Flüchtlingskinder und Erwachsene von ihren Projekten. Die Initiative finanziert sich, wie mir ein Mitglied schreibt,

„durch Sachspenden durch den Landkreis, eine Ehrung durch das Land Brandenburg, Sachspenden durch Kirchen im Umkreis.“

Schwierig sei die

„Mobilisierung von Unterstützer*innen und finanzielle Knappheit. Raumschwierigkeiten, Mobilität der Bewohner*innen, da die Anbindung zum ÖNV sehr schlecht ist und Fahrkarten teuer sind.“

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