Flüchtlingshelfer_innen: Schützen Sie die jungen Flüchtlingsfrauen!

Nicht genug, dass Fremdenfeind_innen die Flüchtlinge vermehrt für ihre Zwecke instrumentalisieren, dass sie Brand- und Mordanschläge verüben. Es gibt auch noch Männer, die versuchen, sich aus sexuellen und Macht-Motiven gezielt an hilf- und schutzlose junge Flüchtlingsfrauen heranzumachen. Und zwar über Hilfsprojekte.

Flüchtlingsfrauen sind in Deutschland nicht sicher – das belegt die zunehmende Zahl an Meldungen über Nötigungen, Vergewaltigungen und andere Gewalttaten gegen diese Frauen. Und der Staat hat mit dem Asylpaket II deutlich gemacht, dass er sich nicht im Geringsten für die Sicherheit dieser besonders schutzbedürftigen Menschen zuständig fühlt.

Die Gefährdung der weiblichen Flüchtlinge geht allerdings nicht, wie bislang von vielen angenommen, allein von männlichen Flüchtlingen aus. Auch hiesige Männer suchen sich ganz gezielt hilf- und schutzlose Flüchtlingsfrauen, um ihre sexuellen und Macht-Bedürfnisse zu befriedigen.

Ich bekomme bspw. E-Mails von Männern mit der Frage, wie man eine junge Flüchtlingsfrau („gerne auch mit Kind“) bei sich unterbringen kann. Doch vermitteln Behörden alleinstehende Flüchtlingsfrauen grundsätzlich nicht in reine Männerhaushalte.

Mittlerweile aber beziehen diese Männer auch Tipps aus dem Internet – unter anderem den, dass sie an diese Frauen über ehrenamtliche Hilfsprojekte herankommen.

Die meisten ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätigen Männer helfen aus großer Menschlichkeit und Barmherzigkeit heraus und ohne jegliche Hintergedanken. Doch gibt es offensichtlich auch andere. Bitte reagieren Sie deshalb sofort, wenn sie mitbekommen, dass sich helfende Männer gezielt an junge und/oder alleinstehende Flüchtlingsfrauen heranmachen.

Trauen Sie Ihren Augen und Ihrem Gefühl, handeln Sie sofort, wenn eine geflüchtete Frau Ihnen von solchen Annäherungsversuchen berichtet. Geben Sie auch dann nicht auf, wenn Sie bei der Heimleitung oder anderen Stellen auf taube Ohren stoßen sollten. Informieren Sie auch Ihre Projektgruppe. Und teilen Sie, wenn irgendwie möglich, den Flüchtlingsfrauen nur Frauen als Patinnen zu.

Denn die Folgen für die geflüchteten Frauen könnten gravierend sein: u. a. Vergewaltigungen, Zwangsprostitution, das Abrutschen in die Kriminalität oder auch „nur“ die Abhängigkeit von einem unberechenbaren Mann, der ihnen womöglich den Pass wegnimmt und dann vollständig über ihr Leben bestimmt.

Frauen, die in unserem Land Schutz suchen, sind auch hier noch lange äußerst schutz- und hilfsbedürftig. Und sie träumen von dem, was für uns heute ganz selbstverständlich ist: von einem freien, unabhängigen und selbstbestimmten Leben in Frieden. Bitte unterstützen Sie sie dabei.

Einige Beispiele, wie Sie ihnen ganz gezielt helfen können, habe ich hier aufgelistet. Und was Sie ganz grundsätzlich im Umgang mit geflüchteten Frauen beachten sollten, finden Sie hier.

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