Einfach hingehen und machen: ein Journalist engagiert sich

Die Refais haben endlich ein Zuhause. Mit Unterstützung des WDR-Journalisten Dirk Planert konnte die sechsköpfige syrische Flüchtlingsfamilie nach zweieinhalbjähriger Flucht und sechs Monaten im Dortmunder Flüchtlingsheim Grevendicksfeld endlich in eine eigene Wohnung ziehen.

Wie derwesten.de berichtet, hatte die Familie in Homs ein gutes Leben. Amar verkaufte Medizintechnik, seine Frau Huda war Apothekerin. Doch dann holte der Krieg sie ein, ihr fünfjähriger Sohn wurde durch einen Granatsplitter verletzt, Amar kam ins Gefängnis, nachdem er bei Straßengefechten verletzten Menschen geholfen hatte.

Als er nach zehn Tagen entlassen wurde, beschloss die Familie, zu fliehen. Zwei Jahre sollte ihre Flucht dauern, zuerst ging es in die syrische Hauptstadt Damaskus. Dort erfuhren sie, dass ihr Haus bei einem Bombenangriff völlig zerstört worden war, und flohen, als der Krieg auch nach Damaskus kam, weiter nach Jordanien und Ägypten, und schließlich übers Meer nach Europa.

Wie dieser WDR-Beitrag zeigt, hatte der Journalist Dirk Planert für den WDR über die Flüchtlingsfamilie berichtet. Danach konnte er sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen – manchmal hat auch die berühmte Regel von Hanns Joachim Friedrichs, dass man sich als Journalist nicht mit einer Sache gemein machen sollte, auch nicht mit einer guten, ihre Grenzen.

Planert ging einfach los und half. Innerhalb weniger Wochen besorgte er der Familie eine Wohnung, sammelte Spenden für sie, damit sie sich eine Ersteinrichtung der Wohnung leisten konnten, ging mit ihnen zu Ikea und ins Sozialkaufhaus und half am Ende noch beim Umzug. Nun kann endlich Ruhe einkehren in das Leben der Familie. Sie wollen zuerst richtig Deutsch lernen, die vier Kinder werden in den Kindergarten und zur Schule gehen, und die beiden Eltern wollen sich bald Arbeit suchen.

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