Lebensmittelspenden für Flüchtlinge: Retten und Teilen

Aufgrund gesetzlicher und eigener Vorschriften werden täglich in Supermärkten und Lebensmittel-Läden tonnenweise essbarer und guter Lebensmittel weggeworfen. An diesem Punkt greift die Initiative „Retten und teilen“ ein, indem sie Lebensmittel, die noch gut sind, nach Absprache mit den Läden abholt und primär an bedürftige Flüchtlinge in Pasing verteilt.

Die Mitglieder der Initiative „Retten und teilen“ holen per Fahrrad oder Auto – dank der Freiminuten-Spende eines Carsharing-Anbieters – bei den spendenden Marktständen, (Bio-) Läden, einer Bäckerei und gastronomischen Einrichtungen in Münchens Westen an sieben Tagen pro Woche Lebensmittel ab, die aus unterschiedlichen Gründen am nächsten Tag nicht mehr in den Verkauf kommen. Anschließend verteilen sie sie in Parsing vor allem an Flüchtlinge.

Auf München querbeet wird berichtet, was alles gespendet und verteilt wird:

„Wir retten Backwaren aller Art, Brot, Gebäck, Brezen, Brötchen bis hin zu Kuchen, teils unglaubliche Mengen von Obst und Gemüse, mitunter “fertiges” Essen – soweit es weiter gegeben werden darf – wie zum Beispiel Pizza vom Schnellimbiss, Joghurte und Müslis, Obstsalate, belegte Paninibrote, Wraps… […]

Bei Bäckereien etwa, mit denen wir kooperieren, ist es an durchschnittlichen Tagen beispielsweise mindestens ein 3/4 voller großer “Müllsack” voll von frischen Waren, die noch wenige Minuten vorher im Verkauf waren. Wir haben aktuell zehn Kooperationen, bei denen wir mindestens einmal die Woche, teils aber vier, fünf Mal die Woche mitunter jeweils so viel abholen, dass es eine Einzelperson, die eigentlich anpacken kann, nicht alleine wegtragen könnte. Bei einem Wochenmarkt zum Beispiel kommen wir ohne geräumige PKWs gar nicht aus. Und die sind häufig fast bis zum letzten Zentimeter voll gepackt.“

Mittlerweile kommen sogar so viele Lebensmittelspenden zusammen, dass die Initiative nicht mehr genug Helfer_innen hat, um die Spenden abzuholen und zu verteilen. Benötigt werden Menschen, die mindestens alle 14 Tage etwa 1,5 Stunden fürs „Retten und Teilen“ erübrigen möchten.

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