Das Internetcafé ist mit Abstand das attraktivste Angebot

Etwa 850 Flüchtlinge sind derzeit in Friedland untergebracht – so viele, dass sicherheitshalber für weitere Neuankömmlinge Wohncontainer aufgebaut werden. Ein paar Schritte vom Grenzdurchgangslager entfernt gibt es seit Mai 2014 das Beratungs- und Aktionszentrum Friedland (baz). Ein Mitglied schreibt mir:

„Auf ca. hundert Quadratmetern sind ein Internetcafé, ein gemütlicher Raum zum Spielen oder Lernen und ein Büro für Beratung untergebracht. Außerdem gibt es eine Küche und die Kaffeemaschine läuft den ganzen Tag.

Es werden Deutschkurse, Asylverfahrensberatung und niedrigschwellige PC-Kurse angeboten. Gleichzeitig ist Raum für alle möglichen Workshops da und wir freuen uns über Menschen, die Ideen und Engagement mitbringen.

Das Internetcafé ist mit Abstand das attraktivste Angebot. Es gibt WLAN, zehn Computer und eine Möglichkeit zum Drucken. Da es in der Erstaufnahmestelle Friedland keinen Zugang zum Internet gibt, ist das baz immer ausgelastet.“

Dass auch die Asylverfahrensberatung nicht unwichtig ist, erklärt ein Mitglied des baz im Stadtradio Göttingen:

„Auch eine gute rechtliche Vorbereitung für das Asylinterview fehlt in vielen Fällen, meint Rottmann. Dazu würden auch verständnisvolle Zuhörer gehören. […] „Zu wissen, was sind die wichtigen Details, die ich erzähle, weil oft Menschen aus Scham oder so die wichtigen Details dort nicht erzählen und das deshalb nicht für glaubwürdig genommen wird.““

Aus diesem Grund hilft das baz-Team den Flüchtlingen im Bedarfsfall auch dabei, diese Schwellen zu überwinden.

Die Helfer_innen des baz informieren dreisprachig auf ihrer Website und auf Deusch auf Facebook über ihre Arbeit, über Neuigkeiten und Medienberichte.

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