Bitte immer erst vor Ort nachfragen!

Wer Flüchtlingen mit Sachspenden helfen möchte, sollte unbedingt zuerst nachfragen, was vor Ort tatsächlich gebraucht wird. Manche Flüchtlingsunterkünfte platzen vor lauter Frauenkleidung, obwohl dort nur Männer untergebracht sind. Andere erhalten, wie die Süddeutsche Zeitung Online berichtet, Kleidung in Größe XL, obwohl sie vor allem Größe S benötigen. Und viele Heime sind mit Sommerkleidung gut ausgestattet, aber es fehlt an Winterkleidung, die gerade jetzt aber unbedingt nötig ist. Zahlreiche Flüchtlinge haben nicht einmal eine vernünftige Winterjacke.

Was vor Ort gebraucht wird, ist von Flüchtlingsheim zu Flüchtlingsheim völlig unterschiedlich. Manche benötigen dringend Kinderspielzeug, andere benötigen ehrenamtliche Helfer_innen, die z. B. die Sachspenden sortieren – zumal es leider immer wieder vorkommt, dass Menschen auch kaputte und verdreckte Sachen spenden, die dann auch noch entsorgt werden müssen.

Wie die Süddeutsche berichtet, stand auch schon mal ein alter Bürostuhl einfach so vor der Tür des Flüchtlingsrates – sicher sind solche Dinge gut gemeint. Und es ist einfach herzerwärmend, wie viele Menschen helfen wollen und ihre Wohnungen nach Brauchbarem durchforsten, um es zu spenden.

Doch bitte fragen Sie immer erst vor Ort nach, was dort wirklich gebraucht wird. An manchen Orten werden z. B. überhaupt keine Sachspenden mehr benötigt, aber stattdessen tatkräftige Hilfe z. B. in Form von „Patenschaften“, Deutschkursen oder Freizeitaktivitäten. Oder eben zum Sortieren der Kleiderspenden nach Größen und Zustand.

Wie groß die Bandbreite der benötigten Hilfe ist, und wie viele Möglichkeiten Sie haben, um zu helfen, werden Sie bei einem Streifzug durch diesen Blog bemerken.

 

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