Barsinghausen – Hilfe für Flüchtlinge durch gewachsene und neue Netzwerke

Barsinghausen am Deister ist die Stadt, die sie heute ist, weil seit vielen Jahrzehnten Menschen aus dem Ausland dort leben und arbeiten. Der Internationale Frauentreff und andere, über lange Jahre gewachsene Netzwerke zeugen davon. Auch wenn dort nun ein geplantes Flüchtlingsheim in Brand gesteckt wurde, hilft man in Barsinghausen den Flüchtlingen selbstverständlich weiterhin.

Schon 2014 war die Spendenbereitschaft der Bevölkerung, laut HAZ, sehr groß. Die Hilfe kommt von vielen Seiten, z. B.:

  • Der Internationale Frauentreff versammelt seit über zehn Jahren Frauen aus über 20 Ländern zu einem monatlichen Internationalen Frauenfrühstück. Die Frauen tauschen sich dort aus, besprechen Lösungsmöglichkeiten für Probleme und planen gemeinsame Unternehmungen. Das Frühstück steuern sie selbst durch Essens- oder Geldspenden bei. Die Frauen unterrichten Deutsch, sie helfen u. a. bei Behördengängen und bei der Wohnungssuche, und sie bieten einen internationalen Kochkurs an. Die Frauen organisieren außerdem einen „Besuchsdienst“, der den geflüchteten Frauen hilft, ihre häufig durch die Reduktion auf ihre familiäre und Mutterrolle bedingte Isolation aufzubrechen.
  • Das seit einigen Jahren bestehende Angebot der Integrationslots_innen hatte ich hier schon vorgestellt.
  • Die Stadt Barsinghausen informiert auf ihrer Website über Anlaufstellen und Ansprechpartner_innen zu allen möglichen Themen und Fragen vom aktiven Engagement bis zu Annahmestellen und Abholmöglichkeiten von Sachspenden. Außerdem verlinkt sie dort einen Ratgeber für ehrenamtliche Helfer_innen und eine Bedarfsliste für Sachspenden.
  • Die Tafel der AWO versorgt auch Geflüchtete zweimal pro Woche mit dem, was Supermärkte der Gegend ihr spenden.
  • Die Flüchtlingsbeauftragten des Kirchenkreises Ronnenberg und der Stadt Barsinghausen informierten über die Möglichkeiten zu helfen – wer dazu mehr wissen möchte, kann sich bei ihnen melden. In Planung ist, laut HAZ, eine Gruppe, die den Flüchtlingen die Stadt und wichtigsten Anlaufstellen zeigt, Patenschaften und eine Mutter-Kind-Gruppe.
  • Interessierte Helfer_innen können sich auch über das Freiwilligen Zentrum melden.
  • Eine Bäckerei spendet, laut Calenberger Online-News, zweimal pro Woche Backwaren und Brote.
  • Das Barsinghäuser Dorf Bantorf hat sich ebenfalls für ein internationales Miteinander zusammengetan: auf bantorf.com informieren die Mitglieder nicht nur über die Arbeit vor Ort, sondern auch über das gesamte Angebot der Umgebung.

Die evangelische Lebensberatung Ronnenberg bietet darüber hinaus Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe die Fortbildung  „Zwischen Faszination und Angst – Über das Fremde im Zusammenleben“ an.

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